A9 – Folgerungen für das Restprogramm
Es ist schockierend, dass die ursprünglichen Kosten um den Faktor 2 zu niedrig angesetzt worden sind.
Beim ersten Gesamtkostenvoranschlag für das eigentliche Bauprojekt von rund 2 Milliarden Franken hätte nach SIA Norm bereits eine Kostengenauigkeit von +/- 25 % gelten müssen. Auf den ersten verbindlichen Kostenvoranschlag heisst dies max. 2.5 Milliarden Franken.
Heute müssen sich Bund und Kanton mit 4.0 Milliarden Franken als erwartete Gesamtsummen für die A9 zwischen Pfyn und Eyholz abfinden.
Schockieren ist auch, dass von 4 000 Millionen Franken lediglich 1 200 verbaut sind - und das trotz eines langen verfügbaren Zeitraumes!
Es muss nun ein Trouble Shooter her – als neutraler Gesamtüberwacher und Koordinator. Für die verbleibenden 2 800 Millionen Franken sind Prioritäten zu setzen:
1. Priorität
hat die Strecke Leuk bis Visp West, weil hier eine weiniger hohe Bausumme zu verbauen ist – 2018 ist es möglich, diese Strecke zu eröffnen. Damit könne alle Anliegergemeinden weitgehend entlastet werden.
2. Priorität
hat die Nordtunnelröhre durchgehend bei der Umfahrung Visp – als zweispurige Verkehrsentlastungsroute mit Gegenverhehr - Eröffnung Herbst 2019.
3. Priorität
hat die Südtunnelröhre durchgehend bei der Umfahrung Visp – als Paradestück der A9 im Wallis- Eröffnung Herbst 2021.
4. Priorität
hat die Strecke Pfyn mit dem gedeckten Einschnitt – Restbausumme 900 Mio CHF Stand anfangs 2014 - - Eröffnung Herbst 2022/22023.
Im Klartext heisst dies: es ist eine jährliche Bausumme von 250 – 300 Mio CHF auf den Baustellen nach Prioritäten zur Realisation zu bringen!
Team Neues Oberwallis
März 2014